Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
A wie: Anlegen neuer Rasenflächen - Das Rasen-ABC

Einen Rasen anlegen – Schritt für Schritt zum grünen Teppich

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird der Rasen mit einer Rasensamenmischung neu angesät, oder es kommt sogenannter Rollrasen zum Einsatz. Rollrasen überzeugt durch sein sofortiges Erscheinungsbild und sieht bereits nach ein bis zwei Tagen gepflegt aus. Rasensamen benötigen hingegen mehr Zeit zum Keimen, entwickeln sich dafür aber ebenso zu einem lockeren, kräftigen Rasenbestand ohne den Stress, der das Legen von Rollrasen verursacht.

Rollrasen ist in der Anschaffung vergleichsweise teuer und kann beim Verlegen beschädigt werden. Rasensamen sind deutlich günstiger, erfordern jedoch Geduld und konsequente Pflege. Unabhängig von der gewählten Methode gilt: Die Anlage sollte im Frühjahr oder Herbst erfolgen. Die Bodentemperatur muss über 10 °C liegen, und der Boden sollte leicht feucht sein. Neuanlagen im Hochsommer oder Winter sind zu vermeiden, da extreme Hitze oder Frost das Anwachsen erheblich beeinträchtigen können.


Rollrasen verlegen – Vorbereitung und Durchführung

Benötigte Materialien

Für das Verlegen von Rollrasen werden folgende Werkzeuge und Materialien benötigt:

  • Motor-Bodenhacke (alternativ Spaten oder Grabgabel für kleinere Flächen)

  • Rechen mit eng stehenden Zinken

  • Sand bei schweren Böden, Humus bei leichten Böden

  • Starterdünger

  • Gartenwalze

  • Gartenschlauch mit Regner- oder Brauseaufsatz

  • Trittbretter als Schutz

  • Frisch gelieferter Rollrasen (maximal 24 Stunden alt)

  • Idealerweise ein Rasensprenger

Bodenvorbereitung

Zunächst wird der Boden mindestens 30 cm tief aufgelockert. Dabei sollten Unkraut, Steine und Wurzelreste sorgfältig entfernt werden. Idealerweise lässt man den Boden anschließend bis zu zwei Wochen ruhen, damit er sich natürlich setzen kann. Etwa drei Tage vor dem Verlegen wird erneut Unkraut entfernt.

Soll es schneller gehen, kann direkt nach dem Auflockern weitergearbeitet werden. Je nach Bodenbeschaffenheit wird Sand (bei schweren, luftarmen Böden) oder Humus (bei leichten, nährstoffarmen Böden) eingearbeitet. Anschließend wird die Fläche mit einem speziellen Starterdünger versorgt, der leicht eingeharkt wird.

Damit der Rollrasen optimal anwachsen kann, darf der Untergrund weder uneben noch zu locker sein. Aus diesem Grund wird die gesamte Fläche mindestens einmal mit der Gartenwalze verdichtet.

Rollrasen richtig verlegen

Rollrasen sollte spätestens 24 Stunden nach Lieferung verlegt werden, da sich sonst die Anwuchschancen deutlich verschlechtern. Wird eine kurzfristige Lagerung nötig, sollten die Rollen nebeneinander und nicht übereinander gelagert werden.

Vor dem Verlegen wird der Boden leicht aufgeraut und angefeuchtet. Die Bahnen werden entlang gerader Kanten oder mit etwas Abstand zum Rand ausgelegt. Eine vorherige Planung hilft, Verschnitt zu minimieren. Beim Betreten der Fläche sind ausschließlich Trittbretter zu verwenden, um Schäden am frischen Rasen zu vermeiden.

Überstehende Ränder werden mit etwas Zugabe abgeschnitten, Reststücke dienen später zum Schließen kleiner Lücken. Nach dem vollständigen Verlegen wird der Rollrasen erneut leicht angewalzt, um einen guten Bodenkontakt herzustellen. Abschließend werden Überstände sauber geschnitten und offene Stellen ergänzt.

Ist kein Regen angekündigt, muss der Rasen gründlich gewässert werden – idealerweise mit einem Rasensprenger. In den folgenden Wochen ist auf eine gleichmäßig tiefe Durchfeuchtung zu achten. Nach etwa zehn Tagen kann der erste Schnitt erfolgen, allerdings nur mit einem scharfen Messer, um ein Anheben der Rasenplatten zu vermeiden.


Rasen neu anlegen mit Rasensamen

Benötigte Materialien

Für die Neuanlage mit Rasensamen werden folgende Utensilien benötigt:

  • Motor-Bodenhacke oder Spaten/Gabel

  • Rechen mit engen Zinken

  • Streuwagen

  • Gartenwalze

  • Rasensprenger oder Gartenschlauch mit Brause

  • Passende Rasensamen

Optional, aber empfehlenswert:

  • Bodentest und Rasenkalk

  • Starterdünger

  • Rasenerde

Bodenvorbereitung und Aussaat

Die Fläche wird zunächst 15–30 cm tief umgegraben und anschließend von Unkraut, Wurzeln und Steinen befreit. Mithilfe eines Bodentests kann der pH-Wert bestimmt werden. Liegt dieser unter 5,5, sollte Rasenkalk (etwa 5 kg pro 100 m²) eingearbeitet werden, da ein zu saurer Boden das Wachstum hemmt.

Schwere Böden werden mit Sand aufgelockert, leichte Böden mit Kompost angereichert. Zusätzlich empfiehlt sich das Einarbeiten von etwa 10 Litern Rasenerde pro Quadratmeter. Danach sollte der Boden zwei bis drei Wochen ruhen. In dieser Zeit keimende Unkräuter können anschließend erneut entfernt werden. Bereits nach etwa einer Woche kann mit der Düngung begonnen werden.

Vor der Aussaat wird die Fläche eingeebnet und mit der Gartenwalze verdichtet. Die Aussaat sollte an einem windstillen Tag erfolgen. Für eine gleichmäßige Verteilung empfiehlt es sich, die Samen mit Sand oder Erde zu mischen und mit dem Streuwagen einmal längs und einmal quer auszubringen.

An den Rasenkanten wird ein schmaler Graben gezogen und dort etwas dichter gesät. Anschließend werden die Samen leicht eingeharkt und nochmals vorsichtig planiert.

Pflege nach der Aussaat

Nun muss die Fläche tiefgründig bewässert werden. In den ersten drei bis vier Wochen sollte der Boden morgens und abends jeweils etwa 20 Minuten feucht gehalten werden. Nach rund zehn Tagen zeigen sich die ersten Keimlinge.

Sobald die Grashalme eine Höhe von etwa 10–15 cm erreicht haben, erfolgt der erste Schnitt. Auch hier ist ein scharfes Messer entscheidend, um die jungen Pflanzen nicht aus dem Boden zu reißen. Nach dem Mähen sollte das Schnittgut entfernt werden, damit Licht und Luft an die jungen Halme gelangen. Dies ist bei älterem Rasen kein Thema mehr, und meistens wird Schnittgut als Mulchschicht auf dem Rasen belassen.

Interessiert?
Hier gibt's mehr aus
BE YOURSELF -
dem Greenbase-Blog!

A wie: Anlegen neuer Rasenflächen - Das Rasen-ABC
Weiterlesen...

Zum Blogbeitrag passende Produkte findest du im Greenbase-Shop oder bei deinem Greenbase-Fachhändler in deiner Nähe!

Wenn der Regen kommt – Wohin mit dem Wasser?
Weiterlesen...
Kübelpflanzen überwintern – Wer darf draußen bleiben?
Weiterlesen...
Hochbeet im Herbst – Was jetzt noch zu tun ist
Weiterlesen...