Arbeitsbelastungen minimieren & Unfällen vorbeugen
Kraft, Ausdauer und Gleichgewicht sind im unwegsamen Forstgelände ständig gefragt. Der Umgang mit schwerem Gerät wie Motorsägen, Forstseilwinden und anderen Maschinen zur Nutzung in Forst und Garten fordern ständige Konzentration von professionellen Forstarbeitern und privaten Waldbesitzern. Achtsamkeit hilft die persönliche Gesundheit zu erhalten und Arbeitsunfälle zu vermeiden.
Motorsägen: Vibrationen weitestgehend vermeiden
Waldarbeiter plagt früher wie heute eine Durchblutungsstörung einzelner Finger oder der gesamten Hand. Schuld sind Vibrationen der Motorsäge, die zu einer Verkrampfung der Fingergefäße führen und so weiße, taube und schmerzende Finger an der Führungshand verursachen. Das Risiko einer dauerhaften Schädigung erhöht sich durch intensives und langes Arbeiten mit Motorsägen und durch Kälteeinfluss. Achten Sie deshalb bei Verwendung der Motorsäge darauf, dass Ihre Hände warm und trocken sind. Arbeitshandschuhe helfen ebenfalls den gesundheitsschädlichen Effekt zu mindern. Eine regelmäßige Wartung der Säge sowie der korrekte Schliff der Sägeketten sorgen für die Minimierung der Vibrationen.
Bei statischen Haltearbeiten für Entlastung sorgen
Viele Arbeiten im Forstbetrieb, beim Entasten oder beim Aufarbeiten von Holz sind mit unnatürlicher, gebückter Körperhaltung verbunden. Zudem überwiegen die statischen Haltearbeiten, sodass Muskeln und Sehnen ständig unter Belastung stehen. Ein Nachlassen der Muskelkraft, schnelle Ermüdung und Verkürzung der Sehnen sind die Folge, was auch zu schmerzhaften Verspannungen und Haltschäden führen kann. Bewegen und dehnen Sie Ihre Muskeln nach langen und anstrengenden Haltearbeiten. Auch wenn Sie während der Mittagspause sitzen, sollten Sie Dehnübungen für Arme, Rücken und Oberkörper ausführen, um Ihre Beweglichkeit zu erhalten. Durch lockeres An- und wieder Entspannen der Muskeln wird Blut in die Muskelfasern gepumpt, wodurch die Zellen ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden.