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Der Garten im Spätsommer - Was zu tun ist


Der August neigt sich langsam dem Ende zu, die Tage werden wieder kürzer und spätestens morgens merkt man, dass der Sommer nicht ewig bleibt. Trotzdem gibt es im Garten gerade noch einiges zu tun. Der Spätsommer ist nämlich eine ziemlich wichtige Übergangszeit: Einiges wird noch geerntet, anderes kann bereits für das kommende Jahr vorbereitet werden.

Wer jetzt mit offenen Augen durch den Garten geht, findet deshalb nicht nur verblühte Pflanzen und reifes Gemüse, sondern auch jede Menge Möglichkeiten, den Garten fit für Herbst und Winter zu machen.

Ernten, was jetzt reif ist

Tomaten, Zucchini, Gurken und viele Kräuter sind im Spätsommer noch mitten in ihrer produktivsten Zeit. Gerade bei Zucchini lohnt es sich, regelmäßig nachzusehen. Aus einer kleinen Zucchini kann innerhalb weniger Tage ein beeindruckend großes Exemplar werden.

Auch Äpfel, Birnen und erste Zwetschgen sind je nach Sorte bereits erntereif. Dabei muss nicht alles gleichzeitig vom Baum. Viele Früchte können nach und nach geerntet werden, sobald sie ihre typische Farbe und Reife erreicht haben.

Fallobst sollte allerdings regelmäßig eingesammelt werden. Vor allem bei Obstbäumen können beschädigte oder faulende Früchte Krankheiten und Schädlinge begünstigen.

Jetzt schon an das nächste Gartenjahr denken

Der Spätsommer ist außerdem eine gute Zeit, um leere Stellen im Beet neu zu bepflanzen. Manche Gemüsearten können noch ausgesät werden und liefern im Herbst oder sogar bis in den Winter hinein Ertrag.

Feldsalat, Radieschen oder bestimmte Salate eignen sich beispielsweise für eine späte Aussaat. Auch Kräuter können noch gesetzt werden, solange der Boden warm genug ist.

Und wer im nächsten Jahr besonders früh Blüten im Garten haben möchte, kann sich bereits mit Blumenzwiebeln beschäftigen. Tulpen, Narzissen und viele andere Frühblüher kommen im Herbst in die Erde und warten dort auf ihren großen Auftritt im Frühjahr.

Nicht alles muss weg

Was im Spätsommer verblüht aussieht, muss nicht automatisch abgeschnitten werden.

Samenstände von Sonnenhut, Sonnenblumen oder anderen Stauden können beispielsweise als Nahrung für Vögel dienen. Trockene Pflanzenstängel bieten außerdem Überwinterungsmöglichkeiten für zahlreiche Insekten.

Ein Garten muss schließlich nicht aussehen wie ein perfekt aufgeräumtes Wohnzimmer. Gerade ein bisschen Unordnung kann für die Natur ziemlich wertvoll sein.

Rasen und Hecke nicht vergessen

Auch der Rasen wächst im Spätsommer häufig noch kräftig. Allerdings sollte er nicht zu kurz gemäht werden. Eine etwas höhere Grasnarbe schützt den Boden vor Austrocknung und hilft dem Rasen, mit warmen und trockenen Tagen besser zurechtzukommen.

Bei Hecken und Gehölzen sollte man dagegen nicht einfach munter zur Schere greifen. Besonders bei größeren Rückschnitten gelten gesetzliche Vorgaben und auch die Frage nach brütenden Vögeln sollte berücksichtigt werden.

Der Garten wird langsam herbstlich

Der Spätsommer ist also keineswegs die Zeit, in der man den Garten einfach sich selbst überlassen muss. Gleichzeitig ist es aber auch kein Grund, jede verblühte Pflanze sofort zu entfernen.

Wer jetzt erntet, gezielt zurückschneidet, neue Pflanzen setzt und einige Bereiche bewusst stehen lässt, schafft einen guten Übergang vom Sommer in den Herbst.

Und vielleicht ist genau das die schönste Seite des Spätsommers: Der Garten verändert sich – aber er ist noch lange nicht fertig.

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